Der TDOR (Transgender Day of remembrance) erinnert jedes Jahr an die ermordeten

transsexuellen, transidenten Menschen bzw. Transgender. In dieser Weltkarte sieht man sehr deutlich, in welchen Ländern besonders viele Morde an TS/TI/TG geschehen. Zum TDOR gibt es beim LSBTTIQ Netzwerk Informationen in deutscher Sprache.

In Brasilien wurden zwischen 2017 und 2018 167 Menschen wegen ihres Geschlechts (TS/TI/TG) ermordet. Brasilien ist damit weiterhin (wie schon die Jahre vorher) eines der Länder mit extremer Gewalt im Blick auf TS/TI/TG.

Foto Broschüre der EKHN
Broschüre der EKHN: Zum Bilde Gottes geschaffen – Transsexualität in der Kirche

Für uns als Verein ist das ein Grund, ein Übersetzungsprojekt in die portugiesische Sprache zu durchzuführen (das Ebenbild-Projekt), da man in Brasilien diese Sprache gut versteht.
Wir erhoffen uns durch Verbreitung von Sachinformationen, wie man sie in der Broschüre „Zum Bilde Gottes geschaffen – Transsexualität in der Kirche“ (hier downloadbar) findet, mehr Bildung zum Phänomen Transsexualität.

 

Wir denken beim aktuellen Ebenbild-Projekt an die Menschen in Brasilien, die kaum eine Fremdsprache beherrschen, aber auch an kirchliche, evangelikale und pfingstkirchlichen Kreise, die in anderen Ländern – und eben auch in Brasilien – oft erheblichen Einfluss haben.
Wir wollen dadurch einen Beitrag leisten zum  Abbau von Vorurteilen, die zum Beispiel im Blick

  • Einhaltung von Menschenrechten (Recht auf Leben / Würde der Person / Recht auf körperliche Unversertheit),
  • auf den Arbeitsmarkt,
  • im Gesundheitswesen
  • usw….

transsexuellen/transidenten Menschen bzw. Transgendern das Leben schwer machen. Wir treten ein für Versöhnung und Umkehr, wo Hass und Gewalt herrscht.

Wir bitten Pfarrerinnen und Pfarrer sowie alle, die in einem Gottesdienst Verantwortung tragen, bei den

  • Fürbitten am Volkstrauertag oder Ewigkeitssonntag an den TDOR zu denken und in einer Fürbitte auf diese traurige Thematik einzugehen. Auch der Bußtag wäre ein passender liturgischer Ort um dieses Thema aufzugreifen.
  • Im Schaukasten den Ebenbild-Projekt-Flyer auszuhängen
  • und in den Abkündigungen darauf hinzuweisen.

Wie viel Gebet verändern kann, sieht man an den Gebeten, die vor der deutschen Einheit in der Nikolaikirche Leipzig stattfanden und die letztlich zur „friedlichen Revolution“ in Deutschland beigetragen haben.
Schön wäre es, wenn Kirchenvorstände eine freie Kollekte für das Ebenbild-Projekt beschließen können! Danke!