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eine wichtige Dokumentation des LSVD

zum Thema Rechtspopulismus ist nun im Internet publiziert worden. Einige Zitate sollen verdeutlichen, worum es in der Dokumentation geht:

Rechtspopulist*innen proklamieren eine scheinbare Abkehr vom Rechtsextremismus und nutzen die Befürwortung der direkten Demokratie als Mittel, um sie im Namen des Volkes zu destabilisieren. Mit dem Rechtspopulismus gehen auch unterschiedliche Erscheinungsformen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) einher wie zum Beispiel Homosexuellen-und Trans*-Feindlichkeit, Islamfeindlichkeit, Abwertung von Langzeitarbeitslosen oder Abwertung von Obdachlosen. Die Abwertung der Anderen in Abgrenzung zu eigenen Denkweisen speist sich auch aus politisch rechtsextremen Ideologemen. So sind in allen diesen Einstel-lungen und Haltungen immer wieder völkisches Denken, Rassismus oder nationalistische Elemente zu erkennen."

 

Die Behauptung „Der Koran verbietet den gleichge-schlechtlichen Akt“ sei aus der Perspektive von einigen Teilnehmenden falsch, da der Koran nur auf Unzucht eingehe und damit Ehebruch (=zinâ) meint. Eine rechtliche oder gar normative Aussage zu homosexuellem Geschlechtsverkehr ließe sich im Koran nicht finden."

Auch in weiteren Beiträgen und Aussagen des Dokuments wird ausführlich auf die Rolle der Religionsgemeinschaften eingegangen. So tauschten "die Teilnehmenden sich vor allem über die Frage aus, wie Religionsgemeinschaften mit möglichen menschenfeindlichen Einstellungen in ihren eigenen Communities umgehen können." - und da gibt es leider auch im Christentum genügend Beispiele, die deutlich machen, wie nötig Veränderungsprozesse sind.
Wenn gefordert wird, "Schulbuchverlage zur Aufnahme von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in die Lehrmaterialien" zu überzeugen "und auf das Kultusministerium einwirken, um inklusive Lehrmaterialien zu fördern oder durchzusetzen: Verbände wie der LSVD, die GEW und weitere Verbände sind hierbei gefordert.", so können wir uns dieser Forderung nur anschließen. Denn es gibt leider genügend Alltagssituationen, in denen Menschen aus dem Regenbogenspektrum Diskriminierung erfahren.

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