Am 20. November findet in Darmstadt ein Gottesdienst zum TDOR

statt.
Da dieser Tag der Buß- und Bettag ist, werden wir im Gottesdienst an die ermordeten transsexuellen Menschen und die Opfer von Hassverbrechen gedenken. Hier findet man in Anlage ein Plakat (A2 Größe, leicht verkleinerbar), um zum Gottesdienst einzuladen.
Der Gottesdienst beginnt um 19 Uhr in der Stadtkirche Darmstadt . Im Gottesdienst wird die portugiesische Übersetzung der Broschüre „Zum Bilde Gottes geschaffen – Transsexualität in der Kirche“ übergeben. Diese wurde von unserem Verein im Rahmen des Ebenbild-Projekts erstellt.
Alle weiteren Informationen sind auf dem Plakat!
Herzliche Einladung!




Wie schlimm es für Menschen mit Variation der Geschlechtsentwicklung (VSD) in Brasilien ist

wird auch in einem aktuellen Beitrag von Queeramnesty deutlich. Der brasilianische Abgeordnete Jean Wyllys erhielt lange Jahre Morddrohungen, weil er homosexuell ist. Deshalb siedelte er nach Europa um. Wyllys berichtete über die Gründe seines Umzugs:

 Täglich konnte ich falsche Behauptungen über mich lesen. In sozialen Netzwerken bezeichnete man mich als pädophil. Auch telefonisch und per Mail erreichten mich Verunglimpfungen. Ich habe mich jahrelang dagegen gewehrt, aber 2018 verschlechterte sich meine Lage, nachdem am 14. März meine Freundin und Parteikollegin Marielle Franco ermordet wurde. Sie war Stadträtin in Rio de Janeiro. Als schwarze und lesbische Frau, die aus armen Verhältnissen stammte, hatte sie einen ähnlichen Hintergrund wie ich.

Es ist gut, wenn Hasskriminalität, Drohungen und Mobbing weniger werden – als Verein wollen wir unseren Beitrag dazu leisten. Unser Ebenbild-Projekt ist nun auf der „Zielgraden“, d.h. die Übersetzung der Broschüre „Zum Bilde Gottes geschaffen – Transsexualität in der Kirche“ ist beauftragt.
Wir hoffen, die Übersetzung beim Buß- und Bettag vorstellen zu können.
Gottes Liebe gilt allen Menschen, egal, ob sie von Geburt an heterosexuell oder homosexuell sind oder eine andere Variante der Geschlechtsentwicklung (VSD) haben! Wir sind eingeladen, Gottes Liebe weiterzugeben.




Der 72 Millionen Einwohner zählende indische Bundesstaat Tamil Nadu verbietet Operationen

an intersexuellen Babys und Kindern, „bis diese alt genug wären, um diese Entscheidung selbst zu treffen.“ so Richter Swaminathan unter Verweis auf einen WHO Bericht.

Wie die Zeitung „The Hindu“ berichtete, beauftragte die Regierung

„den zuständigen Leiter für den Gesundheitsbereich in einem Komitee Mitglieder aus vier Bereichen einzusetzen, und zwar aus dem Bereich der Kinderchirugie, einen Hormonspezialisten, einen Sozialarbeiter bzw. Psychologen, und jemanden von den Aktivisten aus der intersexuellen Szene und einen Repräsentanten der Regierung mindestens vom Rang eines Staatssekretärs, die individuelle Fälle beurteilen und zu einer gemeinsamen Entscheidung in den Fällen kommen sollen, die im Bereich einer Lebensgefährdung liegen und daher notwendiger Weise eine Geschlechtszuweisende Operation erfordern.“

Damit ist der Bundesstaat in Süd-Indien weiter als Deutschland, wenn es um die Rechte intersexueller Menschen geht. Bei uns gibt es bislang noch kein Gesetz mit dem geschlechtszuweisende Operationen bei intersexuellen Babys oder Kleinkindern verboten wären.
Eine komplette Übersetzung des Textes kann per facebook-Nachricht bzw. Mail bei der ersten Vorsitzenden des Vereins angefordert werden.




eine wichtige Dokumentation des LSVD

zum Thema Rechtspopulismus ist nun im Internet publiziert worden. Einige Zitate sollen verdeutlichen, worum es in der Dokumentation geht:

Rechtspopulist*innen proklamieren eine scheinbare Abkehr vom Rechtsextremismus und nutzen die Befürwortung der direkten Demokratie als Mittel, um sie im Namen des Volkes zu destabilisieren. Mit dem Rechtspopulismus gehen auch unterschiedliche Erscheinungsformen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) einher wie zum Beispiel Homosexuellen-und Trans*-Feindlichkeit, Islamfeindlichkeit, Abwertung von Langzeitarbeitslosen oder Abwertung von Obdachlosen. Die Abwertung der Anderen in Abgrenzung zu eigenen Denkweisen speist sich auch aus politisch rechtsextremen Ideologemen. So sind in allen diesen Einstel-lungen und Haltungen immer wieder völkisches Denken, Rassismus oder nationalistische Elemente zu erkennen.“

 

Die Behauptung „Der Koran verbietet den gleichge-schlechtlichen Akt“ sei aus der Perspektive von einigen Teilnehmenden falsch, da der Koran nur auf Unzucht eingehe und damit Ehebruch (=zinâ) meint. Eine rechtliche oder gar normative Aussage zu homosexuellem Geschlechtsverkehr ließe sich im Koran nicht finden.“

Auch in weiteren Beiträgen und Aussagen des Dokuments wird ausführlich auf die Rolle der Religionsgemeinschaften eingegangen. So tauschten „die Teilnehmenden sich vor allem über die Frage aus, wie Religionsgemeinschaften mit möglichen menschenfeindlichen Einstellungen in ihren eigenen Communities umgehen können.“ – und da gibt es leider auch im Christentum genügend Beispiele, die deutlich machen, wie nötig Veränderungsprozesse sind.
Wenn gefordert wird, „Schulbuchverlage zur Aufnahme von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in die Lehrmaterialien“ zu überzeugen „und auf das Kultusministerium einwirken, um inklusive Lehrmaterialien zu fördern oder durchzusetzen: Verbände wie der LSVD, die GEW und weitere Verbände sind hierbei gefordert.“, so können wir uns dieser Forderung nur anschließen. Denn es gibt leider genügend Alltagssituationen, in denen Menschen aus dem Regenbogenspektrum Diskriminierung erfahren.




Der Schutz transsexueller Menschen vor Hass und Gewalt ist auch in Europa

noch sehr ausbaufähig, wie dieser Bericht (Danke, Eva Marie Stegmann!) über eine armenische Aktivistin namens Lilit zeigt. Nach ihrer Rede im Parlament bekam sie nicht nur Morddrohungen – auch das, was die dortige Kirche im Blick auf Lilit sagte, trug nicht zu mehr Toleranz oder gar Akzeptanz transsexueller Menschen bei.

Daher sind besonders diejenigen Christen in Europa (und natürlich auch alle anderen Menschen), die eine andere Haltung gegenüber transsexuellen Menschen vertreten, aufgefordert, sich aktiv für eine Verbesserung der Situation transsexueller Menschen einzusetzen.

Das kann man ganz einfach durch eine Mitgliedschaft bei Kreuzweise-Miteiander e.V. tun – oder durch eine Spende – oder oder oder …. – dazu mehr hier.




Der deutsche Juristinnenbund und die Landespsychotherapeutenkammer RLP haben

nun kritische Stellungnahmen zu einem Referentenentwurf für ein neues Transsexuellenrecht veröffentlicht. Man findet sie hier (Juristinnenbund) und hier (Landespsychotherapeutenkammer) verlinkt.
Zum Referentenentwurf gab es einen Blogbeitrag der 1. Vorsitzenden unseres Vereins (Dorothea Zwölfer), in dem auch zwei Petitionen erwähnt (und verlinkt) sind, die inzwischen (Stand 15.5.2019, 12:29 Uhr) von insgesamt über 25.000 Menschen unterschrieben wurden. Beide Petitionen richten sich ebenfalls gegen den Referentenentwurf.
Wir sind gespannt, ob die SPD während eines laufenden Wahlkampfs dabei bleibt, diesen Entwurf im Parlament „durchgehen“ zu lassen oder die Kritik der SPDQueer Gehör findet – denn auch da wird kein gutes Haar an der Arbeit des Bundesministeriums des Inneren und der Justiz gelassen (obwohl Frau Dr. Barley Verantwortung für das Justizministerium und damit den Entwurf trägt).
Ein paar Zitate aus der Stellungnahme des Juristinnenbundes machen deutlich, wie schlecht der Referentenentwurf auch handwerklich ist:

Die Legaldefinitionen zu Intergeschlechtlichkeit (§ 18 BGB-E) und Transgeschlechtlichkeit (§ 19 BGB-E) vermögen in ihrer primären Anknüpfung am Körpergeschlecht nicht zu überzeugen, insbesondere nicht im Hinblick auf die ständige Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur Geschlechtsidentität, aber auch nicht im Hinblick darauf, dass die Grenzen – aus medizinischer Sicht – zwischen Inter- und Transgeschlechtlichkeit durchaus fließend sein können. (Juristinnenbund)

Kritisch zu sehen ist, dass trans Personen ihren Geschlechtseintrag weiterhin nur durch ein gerichtliches Verfahren sollen ändern können und nicht mittels Erklärung gegenüber dem Standesamt, wie es für inter Personen möglich ist, zumal § 19 Abs. 1 als Muss-Vorschrift ausgestaltet ist. (Juristinnenbund)

Dabei hat das Gericht kein Ermessen mehr („ordnet … an“), wenn die Bescheinigung (Nr. 3) vorliegt, die das Vorliegen der Nummern 1 und 2 bestätigt. Damit hängt die Entscheidung über die Geschlechtszugehörigkeit maßgeblich von der Einschätzung von Ärzt*innen, Psycholog*innen und Psychotheratpeut*innen ab. (Juristinnenbund)

Im Blick auf Kinder und Jugendliche bemerkt der Juristinnenbund:

Wie bereits angemerkt, bestehen erhebliche Bedenken gegen den Vorrang der §§ 409a ff. FamFG-E bei minderjährigen Kindern. Denn übersehen wird, dass die Entscheidung im Hinblick auf §§ 18, 19 BGB-E ausdrücklich dem Sorgerecht zugeordnet und damit die ausschließliche Zuständigkeit des Familiengerichts begründet wird. […] § 409e FamFG-E knüpft für die Wirksamkeit der Entscheidung – abweichend von § 40 FamFG – an die Rechtskraft an. Auch das wird zu überdenken sein, denn ohne klare Auflistung der zu beteiligenden Personen greift § 7 Abs. 3 und 4 FamFG ein mit der Folge, dass eine Rechtskraft nicht eintritt oder durch Rechtsmittel zu beteiligender Personen erheblich verzögert wird.

Zur Qualifikation der Berater schreibt der Jurstinnenbund:

§ 2 Qualifikation der beratenden Personen

Problematisch ist, dass die Anforderungen an die Qualifikation der beratenden Personen in Abs. 1 und Abs. 2 unterschiedlich geregelt werden. So sind die Voraussetzungen des Abs. 2 deutlich verschärft gegenüber dem Regelungsgehalt des Abs. 1 der Norm. Eine Begründung findet sich nicht. Die Differenzierung ist kritisch zu sehen, da es an einem Rechtfertigungsgrund fehlt. Die Regelung wird – unabhängig von der fehlenden (Binnen-)Stimmigkeit – insgesamt zu überdenken sein, da die Anforderungsprofile unklar sind.

Und zur Begründung auf dem Beratungsschein heisst es:

Die Bedenken gelten mutatis mutandis auch für die Beratungsbescheinigung. Sollte es gleichwohl bei der in Aussicht genommenen Regelung verbleiben, ist jedenfalls von einer Begründungspflicht abzusehen. Denn sie schränkt die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen maßgeblich ein, da die qualifizierte Bescheinigung eine „Offenbarung“ voraussetzt, die objektiv nicht gerechtfertigt ist.

Prof. Dr. Maria Wersig
Präsidentin

Brigitte Meyer-Wehage
Vorsitzende der Kommission Zivil-, Familien- und Erbrecht, Recht anderer Lebensgemeinschaften

 

 




Die Situation von LSBTTTIQ in anderen Ländern ist leider

oft von starker Diskriminierung geprägt. Der Fotograf Francesco Giordano äußerte sich gegenüber der SZ dazu: „Vor dem Projekt sei ihm das Ausmaß des Leids Homosexueller in anderen Kulturen nicht bewusst gewesen.“ Die Süddeutsche Zeitung berichetete ausführlich von diesem Magazin-Projekt über und mit „Regenbogen-Flüchtlinge(n)“ (also welche, die auf Grund ihrer Verortung im LSBTTIQ Bereich fliehen mussten) hier.

Nachdenklich machen auch folgende Aussagen, die ich aus dem verlinkten Artikel der Süddeutschen Zeitung zitieren will:

Mutebi hat eine geschützte Unterkunft für Menschen geschaffen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Identität bedroht wurden. In Uganda ist Homosexualität ein Tabu. Sexuelle Handlungen unter Gleichgeschlechtlichen stehen unter Strafe. Drohanrufe, Schikanen der Polizei und die offene Verachtung aus seinem sozialen Umfeld – Mutebi hat all das erlebt. Einige Jahre nachdem er das Safe-Housing-Projekt gegründet hatte, wurde ihm vorgeworfen, Homosexualität zu verbreiten. In Uganda ein ernstes Vergehen.

Auch ego-fm berichtete über dieses Magazin-Projekt von Rainbow-Refugees und auf der Internetseite des Projekts findet man weitere Informationen.
Im Blick auf Aufklärungs- und Bildungsarbeit bleibt noch viel zu tun, um z.B. die Menschen in Uganda von der Notwendigkeit zu überzeugen, dass man gegenüber Menschen aus dem Regenbogenspektrum mehr Akzeptanz zeigen sollte. Leider sind in Uganda schon seit etlichen Jahren viele christliche Fundamentalisten, die von Nordamerika beeinflusst sind am Werk, wie die ZEIT berichete. Es wird Zeit, dass die EKD / VELKD im Rahmen ihrer Partnerschafts- und EineWeltarbeit sich auch mehr für LSBTTIQ Anliegen weltweit einsetzt und die Menschenrechtssituation dort immer neu auf die Agenda setzt.

Auch der Spiegel berichtete von einer lesbischen Frau, die in Uganda seit ihrem Coming Out Probleme hatte:

„Meine Schwester glaubt, dass der Teufel unsere Familie bestrafen will. Deshalb habe er gemacht, dass ich Frauen mag“, sagt sie. Inzwischen könne, ja müsse, sie darüber lachen. Weil es sonst zu traurig wäre. Kontakt hat sie wenig zu der Schwester.

Und der Spiegel berichetet ebenfalls über den Zusammenhang zwischen religiös-christlichem Fundamentalismus und der Hetze auf LSBTTIQ:

Religiöse Hetzer, angeführt von dem US-Evangelikalen Scott Lively, hatten ab 2009 in Uganda Stimmung gegen Homosexuelle gemacht. Damit drangen sie bis in höchste Kirchen- und Politikerkreise vor. 2010 wurde ein Gesetzesentwurf vorgelegt, der die Todesstrafe für Homosexualität vorsah.

Meist gehen Diskriminierung von LSBTTIQ und Verachtung von Frauen Hand in Hand. Das zeigte sich dieses Jahr auch wieder in diesem Artikel des Standard ausführlich:

Auch auf der Straße werden Frauen, die sich nach Sicht ugandischer Männer „unkeusch“ kleiden, Opfer sexistischer Angriffe – immer wieder kommt es dabei auch zu physischer Gewalt.

Insofern ist das Thema für alle Menschen relevant, die sich für Feminismus, Gleichberechtigung und Menschenrechte engagieren und Bildungsarbeit fördern möchten.




Auch im Blick auf manche Länder wie Dubai

braucht es mehr Bildung zum Thema Transsexualität / Transidentität / Neurointersexualität / NVSD usw… – das wird deutlich, wenn man diesen Bericht liest des Kurier liest

„Neben den erniedrigenden Umständen erlitt das Paar auch einen erheblichen finanziellen Schaden. Weil keine Krankheit oder Ähnliches vorliegt, übernimmt die Reiseversicherung keinen Cent der rund 2500 Euro Stornokosten für das Hotel und die gebuchten Ausflüge und Attraktionen.“ so der Kurier.

Vielleicht gibt es ja Menschen, die arabisch sprechen und uns ehrenamtlich helfen, Texte zu übersetzen? Oder welche, die sich mit Rechtsfragen auskennen und Interesse haben, den Rechtsschutz für transsexuelle Menschen in solchen Fällen (passende Versicherung gestalten bzw. ggf. Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit zu gründen) aufzubauen…
Dann wäre unsere Projektgruppe bei facebook eine gute Möglichkeit, sich einzubringen (dazu muss man nicht in unserem Verein Mitglied sein!)…

Dubai von oben - Bildrechte: Bildpixel / pixelio.de www.pixelio.de

Dubai von oben – Bildrechte: Bildpixel / pixelio.de www.pixelio.de




wie nötig Bildungsarbeit im Blick auf Osteuropa ist,

zeigt die Absage des „Forum für christliche Lesben, Schwule, Bi* und Trans* Menschen (LSBT) in Osteuropa und Zentralasien in Jerewan/Armenien“, von der Dr. Kerstin Söderblom in ihrem Beitrag auf evangelisch.de berichtet.
Es stimmt traurig, wenn sie von „rechtsnationale, extremistische und fundamentalistische Kräfte in Armenien“ schreibt, die „mit Hilfe von Vandalismus, Gewalt und Todesdrohungen Angst verbreitet und friedliche Solidaritätsarbeit für LSBTIQ diskreditiert und lahmgelegt“ haben. Söderblom ergänzt im Blick auf die Regierung: >>Sie traut sich nicht dagegen zu halten, da sie sich davor fürchtet als „westlich dekadent“ und als Verräter von traditionellen osteuropäischen Werten beschimpft zu werden.<<
Genau deshalb sollte die Diskussion über die „Werte“ mit den orthodoxen Kirchen geführt werden – auch im Blick auf LSBTTIQ! Es wäre wichtig und nötig, wenn sich unsere Kirchen dazu klar positionieren.

Vielleicht gibt es ja demnächst einmal eine EKD Denkschrift „LSBTTIQ und Kirche“?




Der TDOR (Transgender Day of remembrance) erinnert jedes Jahr an die ermordeten

transsexuellen, transidenten Menschen bzw. Transgender. In dieser Weltkarte sieht man sehr deutlich, in welchen Ländern besonders viele Morde an TS/TI/TG geschehen. Zum TDOR gibt es beim LSBTTIQ Netzwerk Informationen in deutscher Sprache.

In Brasilien wurden zwischen 2017 und 2018 167 Menschen wegen ihres Geschlechts (TS/TI/TG) ermordet. Brasilien ist damit weiterhin (wie schon die Jahre vorher) eines der Länder mit extremer Gewalt im Blick auf TS/TI/TG.

Foto Broschüre der EKHN

Broschüre der EKHN: Zum Bilde Gottes geschaffen – Transsexualität in der Kirche

Für uns als Verein ist das ein Grund, ein Übersetzungsprojekt in die portugiesische Sprache zu durchzuführen (das Ebenbild-Projekt), da man in Brasilien diese Sprache gut versteht.
Wir erhoffen uns durch Verbreitung von Sachinformationen, wie man sie in der Broschüre „Zum Bilde Gottes geschaffen – Transsexualität in der Kirche“ (hier downloadbar) findet, mehr Bildung zum Phänomen Transsexualität.

 

Wir denken beim aktuellen Ebenbild-Projekt an die Menschen in Brasilien, die kaum eine Fremdsprache beherrschen, aber auch an kirchliche, evangelikale und pfingstkirchlichen Kreise, die in anderen Ländern – und eben auch in Brasilien – oft erheblichen Einfluss haben.
Wir wollen dadurch einen Beitrag leisten zum  Abbau von Vorurteilen, die zum Beispiel im Blick

  • Einhaltung von Menschenrechten (Recht auf Leben / Würde der Person / Recht auf körperliche Unversertheit),
  • auf den Arbeitsmarkt,
  • im Gesundheitswesen
  • usw….

transsexuellen/transidenten Menschen bzw. Transgendern das Leben schwer machen. Wir treten ein für Versöhnung und Umkehr, wo Hass und Gewalt herrscht.

Wir bitten Pfarrerinnen und Pfarrer sowie alle, die in einem Gottesdienst Verantwortung tragen, bei den

  • Fürbitten am Volkstrauertag oder Ewigkeitssonntag an den TDOR zu denken und in einer Fürbitte auf diese traurige Thematik einzugehen. Auch der Bußtag wäre ein passender liturgischer Ort um dieses Thema aufzugreifen.
  • Im Schaukasten den Ebenbild-Projekt-Flyer auszuhängen
  • und in den Abkündigungen darauf hinzuweisen.

Wie viel Gebet verändern kann, sieht man an den Gebeten, die vor der deutschen Einheit in der Nikolaikirche Leipzig stattfanden und die letztlich zur „friedlichen Revolution“ in Deutschland beigetragen haben.
Schön wäre es, wenn Kirchenvorstände eine freie Kollekte für das Ebenbild-Projekt beschließen können! Danke!